Grundsteuererklärung

Sie besitzen mindestens ein Grundstück und/ oder sind Eigentümer eines Gebäudes oder einer Wohnung? Dann sollten Sie unbedingt weiterlesen.

In Deutschland müssen rund 35 Millionen Grundstücke neu bewertet werden, nachdem Bundestag und Bundesrat 2019 eine Grundsteuerreform verabschiedeten. Für jedes Grundstück und jeden Betrieb müssen Eigentümerinnen und Eigentümer 2022 eine Feststellungserklärung bei der Finanzverwaltung in elektronischer Form abgeben. Hierzu werden sie bald von der Finanzverwaltung aufgefordert.

Grundlage für die Neubewertung sind die Wertverhältnisse vom 1. Januar 2022. Die erste Grundsteuerzahlung mit Werten aus der Neuberechnung ist aber erst ab dem Jahr 2025 vorgesehen. Bis dahin bleibt es noch bei den alten Werten.

Als Eigentümer eines (privat oder betrieblich genutzten) Grundstückes sind Sie unmittelbar betroffen und gesetzlich verpflichtet am Neubewertungsverfahren teilzunehmen. Hierzu ist einiges an Vorbereitungen zu treffen.

Für die Erfassung aller relevanten Daten zu Grundstücken und Wohnungseigentum bleibt nur wenig Zeit. Die Finanzverwaltung lässt für die Einreichung der Daten nur einen zeitlichen Korridor von Juli bis Oktober 2022 zu.

Als Ihr Steuerberater unterstützen wir Sie gerne und beraten Sie zum Neubewertungsverfahren individuell und können auch den Prozess und die Abwicklung mit den Finanzbehörden für Sie übernehmen. Vorbereitende Tätigkeiten, wie zum Beispiel das Beibringen benötigter Unterlagen, sollten bereits jetzt vorgenommen werden.

Sie wollen uns mit der Erstellung Ihrer Feststellungserklärung zur Grundsteuer beauftragen? Dann senden Sie bitte den Auftrag zur Feststellungserklärung des Grundsteuerwertes ausgefüllt und unterschrieben an uns zurück. Das Formular dazu finden Sie hier.

Für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


FAQs zur Grundsteuerreform

Was ist die Grundsteuer überhaupt?
Die Grundsteuer ist eine sogenannte Objektsteuer, da der vorhandene Grundbesitz besteuert wird. Die Einnahmen fließen ausschließlich in die Gemeinden, um damit z. B. Schulen, Kitas, Büchereien, Schwimmbäder zu finanzieren und Investitionen in die örtliche Infrastruktur vorzunehmen.
Zum Grundbesitz gehören sowohl Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, als auch Grundstücke des Grundvermögens, die man wie folgt unterscheidet:
– Unbebaute Grundstücke
– Einfamilienhäuser
– Zweifamilienhäuser
– Wohneigentum / Eigentumswohnung
– Teileigentum
– Mietwohngrundstücke
– Geschäftsgrundstücke
– Gemischt genutzte Grundstücke
– Sonstige bebaute Grundstücke

Betrifft die neue Grundsteuer auch Mieter?
Da der Eigentümer für die Grundsteuererklärung und Abgabe der Daten verantwortlich ist, müssen Mieter nicht aktiv werden. Viele Mieter zahlen die Grundsteuer jedoch im Rahmen der Betriebskostenabrechnung.

Warum wurde die Grundsteuer reformiert?
Das derzeitige System der grundsteuerlichen Bewertung hat das Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt, da es gleichartige Grundstücke unterschiedlich behandele und so gegen das im Grundgesetz verankerte Gebot der Gleichbehandlung verstoße.

Auf welchen Stichtag bezieht sich die Feststellungserklärung?
Die Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwertes erfolgt auf den 01.01.2022.

Was ist die neue Grundsteuer C?
Bisher gab es die Grundsteuern der Kategorie „A“ (agrarische Nutzung) und „B“ (bauliche Nutzung). Die Grundsteuer „C“ kommt hinzu und erstreckt sich auf unbebaute, aber baureife Grundstücke. Kategorie C soll die Eigentümer dieser Grundstücke zum Bauen animieren statt Grundstücke über längere Zeiträume hinweg brach liegen zu lassen. So soll neuer Wohnraum entstehen und es sollen Grundstücksspekulationen vermieden werden.

Wo sind Daten und Informationen für die Erklärung zu finden?
Voraussichtlich im Mai 2022 erhalten laut Finanzverwaltung NRW alle Eigentümer*innen eines Grundstückes oder einer Eigentumswohnung ein individuelles Informationsschreiben mit allen Daten und Informationen, die der Finanzverwaltung verfügbar sind. Nach Prüfung auf Richtigkeit und Vollständigkeit können diese Daten in die Feststellungserklärung übernommen werden.

Welche Angaben müssen in der Erklärung gemacht werden?
Unter anderem müssen folgende Angaben in der Erklärung gemacht werden:
– Baujahr des Gebäudes
– Grundstücksart / Art der Nutzung
– Einheitswert
– Grundstücksfläche
– Wohnfläche

Wo, wann und wie kann die Erklärung gestellt werden?
Vom 01. Juli 2022 bis 31.10.2022 muss die Feststellungserklärung zur Grundsteuer digital bei dem zuständigen Finanzamt eingereicht werden. Dies ist z. B. über das Online-Finanzamt ELSTER (www.elster.de) möglich. Hierfür wird ein Benutzerkonto benötigt. Gerne übernehmen wir die Erstellung und digitale Übermittlung für Sie. Für jedes Objekt ist übrigens eine eigene Feststellungserklärung erforderlich, so dass bei mehrfachem Eigentum mehrere Erklärungen anfallen können.

Wie berechnet sich die Grundsteuer zukünftig konkret?
Wie bisher auch wird die Grundsteuer in drei Schritten festgesetzt:
Grundsteuerwert x Steuermesszahl x Hebesatz
Anhand der digital übermittelten Daten berechnet das Finanzamt den sog. Grundsteuerwert Ihres Grundbesitzes. Diesen Wert erhalten Sie in Form eines Bescheides vom Finanzamt, der keine Zahlung auslöst, sondern als Grundlage für die weiteren Berechnungsschritte dient.
Zudem erhalten Sie einen Bescheid über die Festsetzung des Grundsteuermessbetrags, welcher sich durch Multiplikation des Grundsteuerwerts mit der gesetzlich festgeschriebenen Steuermesszahl ergibt. Auch dieser Bescheid löst keine Zahlung aus. Ihre zuständige Gemeinde erhält diesen Bescheid vom Finanzamt auf elektronischem Weg.
Der zuvor festgestellte Grundsteuermessbetrag wird von der Gemeinde mit dem sogenannten Hebesatz multipliziert, um die Grundsteuer zu ermitteln. Zum Abschluss dieses Verfahrens erhalten Sie einen Grundsteuerbescheid der Gemeinde. Aus diesem Bescheid ergibt sich die neue Zahlungsaufforderung ab dem 1. Januar 2025.

Welche Kosten kommen auf mich zu, wenn ich Lahtz und Partner für die Feststellungserklärung und Bescheid-Prüfung beauftrage?
Die Steuerberatervergütungsverordnung wird aktuell extra für die Abrechnung der Grundsteuererklärungen geändert. Es ist vorgesehen, dass sich die Höhe der Vergütung am Grundsteuerwert als Gegenstandswert orientiert. Der Grundsteuerwert bestimmt sich nach Lage und Größe des Grundstücks, der Grundstücksart (z.B. Einfamilienhaus), dem Baujahr sowie der Wohn-/Nutzfläche. Er ist in der Regel (aber nicht immer!) etwas niedriger als der Marktwert. Allerdings liegt uns der Steuerwert Ihrer Immobilie erst am Ende der Berechnung vor. Daher können wir die Höhe der Vergütung erst am Ende feststellen.
Um im Vorfeld eine konkrete Aussage über die Höhe der Vergütung machen zu können, haben wir eine von der Vergütungsverordnung abweichende Abrechnung kalkuliert. Unser Angebot umfasst eine Basisvergütung für jeden Auftrag und zusätzlich eine Vergütung für jedes zu erfassende Flurstück. So können wir Ihre Grundsteuererklärung für ein Grundstück mit nur einem Flurstück ab 199 EUR zum Festpreis bearbeiten. Besteht Ihr Grundstück aus 2 Flurstücken (z.B. Wohnhaus und Garage) beträgt unsere Rechnung 249 EUR. Für weitere Flurstücke erhöht sich die Rechnung um weitere 50 EUR je Flurstück. Gegen Aufpreis gibt es fachliche Unterstützung rund um das Thema Grundsteuer (z.B. Hilfe bei der Zusammenstellung der benötigten Unterlagen).
Wir bieten alternativ die Nutzung unseres Mandantenportals zur Selbsterfassung an. Hier können die meisten Daten selbsterklärend online erfasst werden. Die Übermittlung von Belegen an uns und eine Vielzahl von Rückfragen entfällt weitgehend. Stattdessen ist eine fachliche Unterstützung von 30 Minuten pro Flurstück rund um das Thema Grundsteuer enthalten. Ebenso enthalten ist die elektronische Übermittlung der Grundsteuererklärung.
Fremdgebühren z.B. für einen Grundbuchauszug oder die Vermessung von Wohn-/Nutzflächen werden weiterbelastet. In jedem Fall werden wir die Angaben überprüfen und ggf. ergänzen oder korrigieren. Danach erhalten Sie von uns die vorbereitete Grundsteuererklärung in gedruckter bzw. digitaler Form.

Paket StandardPaket Online
Übermittlung von
Dokumenten
per Postdurch Upload
Erfassung der
Grundstücksdaten
durch Kanzleidurch Mandant im
Mandantenportal
Erfassung der
Flurstücksangaben
durch Kanzleidurch Mandant im
Mandantenportal
Erfassung der Eigentümerdurch Kanzleidurch Mandant im
Mandantenportal
Mandantenportal mit
Erfassungshinweisen
50 EURenthalten
fachliche Unterstützung
per E-Mail oder Telefon*
50 EUR/30 Minuten 30 Minuten je Flurstück
enthalten, darüber hinaus
50 EUR/30 Minuten
Erklärung und Berechnungals Ausdruckals pdf
im Mandantenportal
Unterzeichnung
der Erklärung
in der Kanzleionline im Mandantenportal
Übermittlung
der Erklärung
enthalten enthalten
Grundbuchauszug,
Vermessung etc.
FremdgebührFremdgebühr
Basisvergütung149 EUR149 EUR
pro Flurstück50 EUR50 EUR

*z.B. Hinweise zu Informationsquellen für benötigte Angaben, Beschaffung von Angaben, Erläuterung der wertbildenden Faktoren, rechtliche Auskünfte zur Grundsteuer etc.